Vorankündigung für Mitte Juni 2026
Das erwartet Sie in diesem Buch:
• Offensive Verteidigung des Liberalismus. Das Buch argumentiert nicht apologetisch oder
schuldbewusst, sondern aus einer Position der Stärke. Es behandelt den Liberalismus als historisch und normativ überlegenes Zivilisationsmodell gegenüber Autokratie, Diktatur und religiösem
Autoritarismus.
• Verbindung von Ideengeschichte, Gegenwartsdiagnose und politischer Psychologie. Der Band verzichtet auf eine
klassische Theoriegeschichte, sondern verknüpft liberale Grundideen mit aktuellen Konflikten, mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungen und psychologischen Dispositionen von Freiheitsakzeptanz und
Autoritarismus.
• Liberalismus als umfassende Lebensform, nicht nur als Staats- oder Wirtschaftslehre. Das Buch behandelt
systematisch die liberale Persönlichkeit, Erziehung, Bildung, Tugenden, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Damit erweitert es den Blick über die übliche Engführung auf Markt oder Verfassungsstaat
hinaus.
• Selbstbewusste Auseinandersetzung mit den Feinden der offenen Gesellschaft. Das Werk analysiert nicht nur
interne Probleme des Liberalismus, sondern nimmt ausdrücklich dessen Gegner in den Blick: Rechtspopulismus, Linksextremismus, Islamismus, Putinismus, Trumpismus und andere autoritäre Gegenmodelle.
Diese Breite ist im deutschsprachigen Buchmarkt eher selten.
• Kombination aus Selbstkritik und kämpferischer Positionierung. Das Buch verschweigt nicht Schwächen,
Überdehnungen und Fehlentwicklungen des Liberalismus, zieht daraus aber keine Resignation. Gerade diese Verbindung aus intellektueller Redlichkeit und klarer normativer Haltung verleiht dem Buch
seine besondere Überzeugungskraft.
Kurztext:
Dieses Buch bietet eine umfassende Analyse des modernen Liberalismus, wobei er sowohl seine historischen
Erfolge als auch die aktuellen existenziellen Bedrohungen beleuchtet. Gerald Mackenthun untersucht, wie liberale Grundwerte wie individuelle Freiheit und Rechtsstaatlichkeit nach dem Ende des Kalten
Krieges weltweit an Bedeutung gewannen, heute jedoch durch autoritäre Regime und populistische Bewegungen unter Druck geraten. Dabei werden tiefgreifende Spannungen innerhalb der Gesellschaft
thematisiert, die aus der Balance zwischen persönlicher Autonomie und dem kollektiven Bedürfnis nach Sicherheit und Bindung resultieren. Ein wesentlicher Teil der Ausführungen widmet sich einem
umfassenden Konzepts von Liberalismus anhand von vier Hauptfeldern: Die liberale Persönlichkeit, Wirtschaftsliberalismus sowie gesellschaftlicher und sozialer Liberalismus. Sie werden herausgefordert
von Populismus, Staatsverschuldung, Migration, Globalisierung und individuellem Egoismus. Trotz dieser Krisen plädiert Mackenthun leidenschaftlich für die Bewahrung liberaler Errungenschaften. Er
betont die notwendige Wehrhaftigkeit der Demokratie gegenüber ihren Feinden. Letztlich wird der Liberalismus nicht als fertiges Modell, sondern als ein selbstkorrigierender Prozess dargestellt, der
für den Erhalt von Wohlstand und Menschenwürde weltweit unverzichtbar bleibt.
Langtext:
Was
hält unsere Gesellschaft im Innersten zusammen – und warum gerät dieses Fundament zunehmend ins Wanken? Gerald Mackenthun geht in diesem Buch einer der drängendsten Fragen der Gegenwart nach: Ist der
Liberalismus noch tragfähig – oder hat er sich selbst überfordert?
Mit
analytischer Schärfe und intellektueller Unabhängigkeit entfaltet der Autor ein Panorama liberalen Denkens, das weit über gängige Verteidigungen hinausgeht. Er zeigt, wie tief die Prinzipien von
Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und individueller Selbstbestimmung unsere moderne Welt geprägt haben – und zugleich, warum sie heute von innen wie von außen unter Druck geraten.
Das
Buch verbindet ideengeschichtliche Reflexion mit präziser Zeitdiagnose. Es beleuchtet die Spannungen zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Individualismus und sozialer Bindung, zwischen globaler
Offenheit und kultureller Identität. Dabei nimmt es sowohl ökonomische Entwicklungen als auch gesellschaftliche Umbrüche in den Blick – von Globalisierung und Digitalisierung bis hin zu
Identitätspolitik und saturiertem Sozialstaat.
Besondere Stärke des Werkes ist seine intellektuelle Redlichkeit: Mackenthun verschweigt nicht die Schwächen des Liberalismus, sondern macht sie zum Ausgangspunkt einer
differenzierten Analyse. Kritik wird ernst genommen – ob aus konservativer, linker, religiöser oder postkolonialer Perspektive. Gerade darin liegt die Überzeugungskraft dieses Buches: Es verteidigt
den Liberalismus nicht dogmatisch, sondern prüft ihn an seinen eigenen Maßstäben.
Wer
verstehen will, warum liberale Demokratien heute in Frage gestellt werden, und welche Zukunftsperspektiven sich daraus ergeben, findet hier eine fundierte, kenntnisreiche und zugleich engagierte
Orientierung. Dieses Buch ist ein Beitrag zur selbstbewussten Besinnung auf eine offene und humane Gesellschaft – und ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, ihre Grundlagen nicht
preiszugeben.
Dr. phil. Gerald Mackenthun studierte zunächst Politische Wissenschaften an
der Freien Universität Berlin. 25 Jahre lang arbeitete er als Korrespondent und Redakteur bei einer großen deutschen Nachrichtenagentur. Nach einem Studium der Psychologie und einer Ausbildung ließ
er sich 2004 als Psychotherapeut in Berlin nieder. Er ist Autor psychologischer Grundlagenwerke und zahlreicher politischer Texte, darunter „Politisches Denken in Athen und Rom“ (2020). Beim
Herder-Verlag/wbg erschien 2024 „Hat Freud noch recht? Neurobiologie für Psychologen“.